Klaus K. Hübler
(*1956)
Chanson sans paroles (Kafka-Studie
I)
für Klarinette, Violoncello und Klavier (1978)
Bekannt geworden ist Klaus K. Hübler insbesondere
durch jene nicht sehr zahlreichen Werke, die er seit Anfang der 80er Jahre komponierte
und die sich durch ein höchst komplexes, instabiles Klangbild und eine
nicht minder komplexe, die Musizierhandlung in mehrere separat geführte
Schichten aufspaltende Notation auszeichnen. Aufgrund ihrer charakteristischen
Faktur wurden diese Kompositionen schnell zu Musterfällen eines "komplexistischen"
Komponierens, wie es seit den 80er Jahren im Umfeld von Brian Ferneyhough regelrecht
Schule gemacht hat. Auch Hübler dürfte entscheidende Anstöße
während seiner Kompositionsstudien bei Ferneyhough 1980 erhalten haben.
Das 1978 entstandene Chanson sans paroles (Kafka-Studie I) für Klarinette,
Violoncello und Klavier läßt indessen Hüblers spätere Kompositionsweise
kaum erahnen.
Jan Kopp
Zeichen 2603