Paul Hindemith
(1895-1963)

Konzertmusik op. 50 (1930)
für Streichorchester und Blechbläser


In der Saison 1930/31 feierte das Boston Symphony Orchestra sein fünfzigjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gab der damalige künstlerische Leiter Serge Koussevitzky bei einer Reihe namhafter Komponisten aus der ganzen Welt Werke in Auftrag, darunter auch an Paul Hindemith, der für den Anlaß seine Konzertmusik op. 50 beisteuerte, welche daher gelegentlich auch Bostoner Sinfonie genannt wird. Vorbild für die in zwei Teilen angelegte Komposition ist das barocke Concerto grosso mit seiner blockhaften Harmonik und seinen antiphonalen Klangwirkungen. So werden das "möglichst stark besetzte" Streichorchester und die Blechbläsergruppe der Konzertmusik von Hindemith durchweg als eigenständige Klangkörper behandelt, denen der Komponist auch in den Tutti-Passagen zumeist unterschiedliches thematisches Material zuordnet.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 2700

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