Joseph Haydn
(1732-1809)

Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur Hob.VIIe:1



Der 64-jährige Haydn schrieb das Trompetenkonzert auf Anregung des Trompeters Anton Weidinger, der ihn mit einer bahnbrechenden Erfindung bekannt gemacht hatte: Sein Instrument verfügte seit kurzem über Klappen, die dem Spieler grundsätzlich neue Spieltechniken ermöglichten. Bisher konnten auf der Trompete durch Überblasen nur die sogenannten "Naturtöne" erzeugt werden: Diese boten einen begrenzten Tonumfang und waren auch bezüglich ihrer Reinheit problematisch. Mit dem neuen Instrument wurden der Trompete nun sämtliche Tonleitern der Skala erobert, ihr Tonumfang beträchtlich ausgebaut und ihre Stimmung mit der anderer Instrumente zu Deckung gebracht. Das musste Haydn gereizt haben, und mit spielerischer Freude erprobt er in seinem letzten Instrumentalkonzert alle Möglichkeiten des "neuen" Instruments.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 2398

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