Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur Hob.VIIe:1
Der 64-jährige Haydn schrieb das Trompetenkonzert auf Anregung des Trompeters
Anton Weidinger, der ihn mit einer bahnbrechenden Erfindung bekannt gemacht
hatte: Sein Instrument verfügte seit kurzem über Klappen, die dem
Spieler grundsätzlich neue Spieltechniken ermöglichten. Bisher konnten
auf der Trompete durch Überblasen nur die sogenannten "Naturtöne"
erzeugt werden: Diese boten einen begrenzten Tonumfang und waren auch bezüglich
ihrer Reinheit problematisch. Mit dem neuen Instrument wurden der Trompete nun
sämtliche Tonleitern der Skala erobert, ihr Tonumfang beträchtlich
ausgebaut und ihre Stimmung mit der anderer Instrumente zu Deckung gebracht.
Das musste Haydn gereizt haben, und mit spielerischer Freude erprobt er in seinem
letzten Instrumentalkonzert alle Möglichkeiten des "neuen" Instruments.
Mark Schulze Steinen
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