Konzert für Orgel, 2 Oboen, 2 Trompeten, Streicher und Basso continuo Nr. 1 C-Dur, Hob. XVIII:1 (1756)
Es war das Geburtsjahr Wolfgang Amadeus Mozarts. Johann
Sebastian Bach war seit sechs Jahren tot. An dieser Nahtstelle zwischen Barock
und Wiener Klassik entstand Joseph Haydns Orgelkonzert in C-Dur. Für den
24-jährigen Komponisten war dies eine fruchtbare Zeit. Die ersten bedeutenden
und individuellen Kompositionen entstanden damals, und beinahe nebenbei "erfand"
Haydn mit seinen divertimenti a quatro (Hoboken-Gruppe III) die Gattung des
Streichquartetts. Mit der Ankunft von Nicola Porpora in Wien stand ihm darüber
hinaus ein vorzüglicher Lehrer zur Verfügung.
"...ich schriebe fleissig, doch nicht ganz gegründet, bis ich endlich
die gnade hatte von dem berühmten Herrn Porpora (so dazumahl in Wienn ware)
die ächten Fundamente der sezkunst zu erlehrnen."
Musikwissenschaftler haben viel gerätselt, wie und warum in diesen Jahren
durch Einflüsse aus Italien, Böhmen und der Mannheimer Schule in Wien
die berühmte "Wiener Klassik" entstand. Haydn jedenfalls steckte
mittendrin...
Tilman Schlömp
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