Joseph Haydn
(1732-1809)

Konzert für Orgel, 2 Oboen, 2 Trompeten, Streicher und Basso continuo Nr. 1 C-Dur, Hob. XVIII:1 (1756)


Es war das Geburtsjahr Wolfgang Amadeus Mozarts. Johann Sebastian Bach war seit sechs Jahren tot. An dieser Nahtstelle zwischen Barock und Wiener Klassik entstand Joseph Haydns Orgelkonzert in C-Dur. Für den 24-jährigen Komponisten war dies eine fruchtbare Zeit. Die ersten bedeutenden und individuellen Kompositionen entstanden damals, und beinahe nebenbei "erfand" Haydn mit seinen divertimenti a quatro (Hoboken-Gruppe III) die Gattung des Streichquartetts. Mit der Ankunft von Nicola Porpora in Wien stand ihm darüber hinaus ein vorzüglicher Lehrer zur Verfügung.
"...ich schriebe fleissig, doch nicht ganz gegründet, bis ich endlich die gnade hatte von dem berühmten Herrn Porpora (so dazumahl in Wienn ware) die ächten Fundamente der sezkunst zu erlehrnen."
Musikwissenschaftler haben viel gerätselt, wie und warum in diesen Jahren durch Einflüsse aus Italien, Böhmen und der Mannheimer Schule in Wien die berühmte "Wiener Klassik" entstand. Haydn jedenfalls steckte mittendrin...

Tilman Schlömp
Zeichen 3173

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