Concerto B-Dur op. 4 Nr. 6
für Harfe, Streicher und Basso continuo
"Die Harfe, dieses liebliche Instrument, dessen
lange Saiten so sanft vibrieren, dessen zärtlicher, harmonischer und klagender
Ton mir hundertmal Thränen entlockt hat, und meinen Geist in eine Melancholie
versetzt hat, die süßer als jede Freude war", so schwärmt
der italienische Musikhistoriker Stefano Arteaga - diese Harfe hat
Georg Friedrich Händel häufig in seinen Oratorien eingesetzt, aber
auch in seinem Konzert B-Dur op. 4 Nr. 6. solistisch herausgestellt. Mit der
Besetzungsvorschrift "Harpa o Organo" landete es in der 1. Sammlung
der Orgelkonzerte, veröffentlicht im Jahre 1738. Da eine große Nachfrage
nach Orgelkonzerten bestand, griff Händel kurzerhand auf frühere Kompositionen
zurück und bearbeitete das ursprüngliche Harfenkonzert auch für
Orgel.
Christine Mitlehner
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