Louis Théodore Gouvy
(1819 - 1898)

Petite Suite Gauloise op. 90
für Flöte, zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Hörner und zwei Fagotte


"Dass ein Musiker vom Rang des Herrn Gouvy in Paris noch so wenig bekannt ist, während Schwärme von Mücken das Publikum mit ihrem hartnäckigen Gesumm belästigen, das muss jene einfachen Gemüter verwundern und empören, die noch an den Sinn und die Gerechtigkeit unserer musikalischen Gepflogenheiten glauben."
Trotz der energischen Worte, mit denen Hector Berlioz 1851 für den 32jährigen Komponisten trommelte, musste Louis Thédore Gouvy lange warten, bis ihm die erhoffte Anerkennung in Frankreich zuteil wurde. Zwar hatte er bereits in jungen Jahren in Paris mit symphonischen Werken auf sich aufmerksam machen können. Fachleute waren sich auch bald darüber einig, dass Gouvy "französische Anmut, Eleganz und klare Logik mit dem deutschen Geist und dessen Tiefe und Phantasie" zu verbinden wisse. Dennoch blieb er ein Geheimtipp: ein allgemeines Interesse an symphonischer Musik sollte in Frankreich erst gegen das Ende des Jahrhunderts erwachen.

Carsten Niemann
Zeichen 3978

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