Petite Symphonie B-Dur (1885)
für Flöte, zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Fagotte und zwei Hörner
Gounods "Petite Symphonie" für neun Blasinstrumente entstand 1885 im Auftrag der "Französischen Gesellschaft für Kammermusik für Blasinstrumente", deren Gründer der bedeutende Flötenvirtuose und -lehrer Paul Taffanel war, und wurde im selben Jahr in der Pariser Salle Pleyel uraufgeführt. Das viersätzige Werk folgt in seiner formalen Anlage dem Vorbild der Wiener Klassik, zeigt exemplarisch Gounods Fähigkeit, eingängiges Material auf unprätentiöse Weise in klassische Formen zu betten und belegt Camille Saint-Saens Urteil, Gounods Musik sei von "makelloser Eleganz."
Mark Schulze Steinen
Zeichen 1815