Trio pathétique d-Moll (1832)
für Klavier, Klarinette und Fagott
In französischer Sprache stellte Glinka dem Trio
ein Motto voran:
"Je n'ai pas connu l'amour que par les peines qu'il cause" .
In seiner Autobiographie spricht er jedoch vorwiegend nicht von den Leiden der
Liebe, sondern von anderen profanen körperlichen Übeln. So schildert
er die Aufführung des Trios in einer grotesken Weise:
"Meine Freunde, Künstler des Teatro alla Scala -Tassistro, ein
Klarinettist und der Fagottbläser Cantu -, begleiteten mich, und nach Beendigung
des Finales sagte letzterer bestürzt: 'Ma questo e disperazione!' Und ich
war in der Tat verzweifelt. Während der ersten Zeit hielt sich mein Pflaster
einen Monat, dann aber nur drei, schließlich zwei Wochen, und zuletzt
trocknete es an einem Tage aus, da die Mittel sozusagen vom Körper absorbiert
wurden, so daß man es täglich erneuern mußte. Meine Gliedmaßen
waren wie abgestorben, ich glaubte zu ersticken, konnte weder essen noch schlafen
und verfiel in jene ungeheure Verzweiflung, die ich in dem erwähnten Trio
zum Ausdruck gebracht habe".
Christine Mitlehner
Zeichen 2957
Zu diesem Werk ist auch ein Text von Ralf
Pleger lieferbar