Michail Glinka
(1804-1857)

Trio pathétique d-Moll (1832)
für Klavier, Klarinette und Fagott


In französischer Sprache stellte Glinka dem Trio ein Motto voran:
"Je n'ai pas connu l'amour que par les peines qu'il cause" .

In seiner Autobiographie spricht er jedoch vorwiegend nicht von den Leiden der Liebe, sondern von anderen profanen körperlichen Übeln. So schildert er die Aufführung des Trios in einer grotesken Weise:
"Meine Freunde, Künstler des Teatro alla Scala -Tassistro, ein Klarinettist und der Fagottbläser Cantu -, begleiteten mich, und nach Beendigung des Finales sagte letzterer bestürzt: 'Ma questo e disperazione!' Und ich war in der Tat verzweifelt. Während der ersten Zeit hielt sich mein Pflaster einen Monat, dann aber nur drei, schließlich zwei Wochen, und zuletzt trocknete es an einem Tage aus, da die Mittel sozusagen vom Körper absorbiert wurden, so daß man es täglich erneuern mußte. Meine Gliedmaßen waren wie abgestorben, ich glaubte zu ersticken, konnte weder essen noch schlafen und verfiel in jene ungeheure Verzweiflung, die ich in dem erwähnten Trio zum Ausdruck gebracht habe".

Christine Mitlehner
Zeichen 2957
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Zu diesem Werk ist auch ein Text von Ralf Pleger lieferbar