Sonate für Viola und Klavier d-Moll
Irgendwann haben wir ihn alle einmal erlebt,
jenen wachträumerischen, sentimentalen Gemütszustand, am ehesten um
Mitternacht, in dem die eigene wehmütige Phantasie entschwundene Bilder
gefühlvoll ausmalt, nicht erreichte, beharrlich ersehnte Ideale heraufbeschwört
und melancholische Gedanken über die Vergänglichkeit alles Schönen
zuläßt: "Da ergießt die Wehmut ihre Klage, und in dieser
erwacht neue Sehnsucht, die freilich den Schmerz erneuert, aber auch nach irgend
einem lindernden Trost sucht; das Herz verliert sich dabei gern in süße
Schwärmerei, und der Verstand gibt dem willig nach, was das Herz verlangt.
In solcher Durchführung der darzustellenden Situation besteht die Einheit
der Elegie".
Zu diesem Werk gibt es einen allgemeinen Text
zur Elegie
Christine Mitlehner
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