George Gershwin
(1898-1937)
Rhapsody in Blue
Paul Whiteman war der erste, der Gershwin die Brücke
zur "seriösen" Musik baute. Er hatte Gershwin bei den Scandals
kennengelernt und bat ihn, ein Jazz-Konzert zu schreiben, natürlich für
sein Orchester. Da Gershwin mit anderen Aufgaben beschäftigt war und auf
den Vorschlag nicht sonderlich einging, bediente sich Whiteman eines Tricks. Er
veröffentlichte in der New York Herald Tribune am 3. Januar 1924 eine Meldung,
daß Gershwin an einem "Jazz"-Konzert arbeite, welches nur wenige
Wochen später, am 12. Februar, dem Geburtstag von Abraham Lincoln, aufgeführt
werden solle. Gershwin hatte Humor genug, diesem Druck nachzugeben.
Christine Mitlehner
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