Trio
für Violine, Viola und Violoncello (1933)
Mit dem Sprung in das 20. Jahrhundert zu Jean
Francaix's Streichtrio springen wir rückwärts gewandt vorwärts
und hüpfen dabei leichtsinnig neoklassizistisch an manchem musikalischen
Bleichgesicht vorbei, das sich durch die Bleigewichte seiner kompositorischen
Theorien in sonnenabgewandten Gefilden festgenagelt sieht. Doch will ich
ehrlich sein: Beim
Komponieren sind die schönsten Theorien das allerletzte, woran ich denke.
Meine Lehrerin Nadia Boulanger hat sich stets vergeblich bemüht, mir Harmonie
und Kontrapunkt oder gar das Schreiben von Fugen beizubringen. Um aber ihren
Ruf zu wahren, pflegte sie zu sagen, ich würde dies alles instinktiv beherrschen.
Und was er nicht beherrschte, schrieb er eben nicht...
Das schränkte sein Oeuvre jedoch nicht ein.