Antonín Dvorák
(1841-1904)

Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104


Dvorák hatte in Amerika Triumphe gefeiert wie kein anderer europäischer Komponist seiner Generation. Nach der New Yorker Uraufführung der e-Moll-Sinfonie "Aus der Neuen Welt" konnte er dem Verleger Simrock berichten: "...die Leute applaudierten so viel, daß ich aus der Loge wie ein König !? alla Mascagni in Wien (lachen Sie nicht!) mich bedanken mußte." Auch der schöpferische Ertrag der amerikanischen Jahre war bedeutend. Neben der Sinfonie "Aus der Neuen Welt" entstanden Kammermusikwerke, der Zyklus der "Biblischen Lieder" und - als Frucht der letzten Monate in New York - das Konzert für Violoncello in h-Moll. Die Arbeit an dem Werk begann Dvorák am 8. November 1894 und beendete sie am 9. Februar 1895. Nach seiner Rückkehr in die Heimat überarbeitete er den Schluß des Finalsatzes.
Gewidmet ist das Konzert Hanuš Wihan, einem der hervorragendsten tschechischen Violoncellisten, Begründer des berühmten böhmischen Streichquartetts und Freund Dvoráks.

Walter Rösler
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