Konzert für Violoncello und Orchester
h-Moll op. 104
Dvorák hatte in Amerika Triumphe gefeiert wie
kein anderer europäischer Komponist seiner Generation. Nach der New Yorker
Uraufführung der e-Moll-Sinfonie "Aus der Neuen Welt" konnte
er dem Verleger Simrock berichten: "...die Leute applaudierten so viel,
daß ich aus der Loge wie ein König !? alla Mascagni in Wien (lachen
Sie nicht!) mich bedanken mußte." Auch der schöpferische Ertrag
der amerikanischen Jahre war bedeutend. Neben der Sinfonie "Aus der Neuen
Welt" entstanden Kammermusikwerke, der Zyklus der "Biblischen Lieder"
und - als Frucht der letzten Monate in New York - das Konzert für Violoncello
in h-Moll. Die Arbeit an dem Werk begann Dvorák am 8. November 1894 und
beendete sie am 9. Februar 1895. Nach seiner Rückkehr in die Heimat überarbeitete
er den Schluß des Finalsatzes.
Gewidmet ist das Konzert Hanu Wihan, einem der hervorragendsten tschechischen
Violoncellisten, Begründer des berühmten böhmischen Streichquartetts
und Freund Dvoráks.