Antonín Dvorák
(1841-1904)

Streichquartett G-Dur op. 106


Antonin Dvorák wuchs in eine Zeit gesellschaftlicher Umbruchsstimmung hinein, in der patriotische Bestrebungen sich für eine "nationale Wiedergeburt" stark machten, die auch die Künstler erfasste. Eine Rückbesinnung auf die Wurzeln tschechischer Musik ließ ihn wie auch Bedrich Smetana (unter dessen Leitung Dvorák jahrelang als Bratscher im Orchester des Prager Interimstheaters gespielt hatte) sich mit der tschechischen Volksmusik beschäftigen. Aus ihr schöpfte er die rhythmischen Kräfte und die spezifischen Klangfarben seiner Musik, die sich mit seinem an den klassischen Meistern geschulten und kurzfristig am Werk Wagners und Liszts orientierten Denken und Empfinden verbanden. Der Ruf nach New York, wo er vom September 1892 bis zum Frühjahr 1895 als Direktor des National Conservatory wirkte, krönte seine Karriere, die mit zahlreichen Auszeichnungen und Ämtern belohnt wurde.
Nach seiner Rückkehr aus Amerika in die geliebte Heimat vollendete Dvorák die beiden letzten Streichquartette G- Dur und As-Dur.

Christine Mitlehner
Zeichen 3090

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