Requiem op. 9
für Soli, Chor und Orchester
Maurice Duruflé, der 1929 zum Titularorganist auf Lebenszeit an der Pariser Kirche St. Étienne-du-Mont berufen worden war, kannte die musikalischen Auslegungen des lateinischen Messtextes. In seiner eigenen Vertonung beschritt er bewusst andere Wege. Als Vorbild diente ihm das Requiem des ein gutes halbes Jahrhundert älteren Gabriel Fauré. Auch der war als Organist tätig gewesen und hatte seine Erfahrungen als Kirchenmusiker in seine Musik einfließen lassen. Durch die Berufung auf gregorianische Melodien fand Duruflé innerhalb dieses Rahmens jedoch zu einer ebenso eigenen wie bezwingenden musikalischen Gestalt.
Mark Schulze Steinen
Zeichen 5540