Richard Danielpour
(*1956)

A Child's Reliquary (1999/2006)


Er "kenne nichts Tragischeres oder Schmerzlicheres als den Tod eines Kindes", bekannte der 1956 in New York geborene amerikanische Komponist Richard Danielpour. Sein 1999 entstandenes Klaviertrio A Child's Reliquary widmete er der Erinnerung an "den viel zu frühen und tragischen Tod von Cole Carson St. Clair." Sieben Jahre später erstellte der Komponist eine Orchesterfassung von diesem Werk.
Uraufgeführt wurde A Child's Reliquary im April 2000 als Klaviertrio von den Auftraggebern der Komposition: Joseph Kalichstein (Klavier), Jaime Laredo (Violine) und Sharon Robinson (Violoncello). In dieser Form ist das Werk der "Erinnerung an Cole Carson St. Clair" gewidmet. Nicht zuletzt aufgrund des großen internationalen Erfolgs, den die ursprüngliche Triofassung von A Child's Reliquary in den folgenden Jahren verzeichnen konnte, entschloss sich Danielpour im Jahr 2006, eine Orchesterversion des Werkes zu erstellen. Sie wurde von ihrem nunmehrigen Widmungsträger Carl St. Clair - dem Vater von Cole Carson St. Clair sowie einem "großartigen amerikanischen Dirigenten und lieben Freund und Kollegen" des Komponisten - im November 2006 am Pult der kalifornischen Pacific Symphony erstmals öffentlich vorgestellt. [...]
Falsches Pathos ist Danielpours Musik hier ebenso fremd wie die nicht hinterfragte Anbindung an die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts tonangebenden, mittlerweile indes bereits veralteten Kompositionstechniken - und gerade das macht sie so menschlich.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 6062

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