Sinfonie Nr. 3 in F-Dur Wq. 183/3
aus "Vier Orchestersinfonien mit zwölf
obligaten Stimmen"
Carl Philipp Emanuel Bach, Sohn Johann Sebastian Bachs aus dessen erster Ehe, war seinerzeit ein berühmter Cembalist und Klavierspieler, der ein auch heute noch lesenswertes Lehrbuch mit dem Titel "Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen" verfasste. Er wurde 1740 von Friedrich dem Großen als Cembalist an den Berliner Hof berufen und trat 1768 die Nachfolge Telemanns (sein Taufpate) als Städtischer Musikdirektor und Kantor der fünf Hauptkirchen Hamburgs an. Als Komponist mit einem immensen uvre prägte er entscheidend den "empfindsamen Stil" des 18. Jahrhunderts mit bis hin zur subjektiven Ausdruckskunst des "Sturm und Drang": "Das Herz zu rühren und Leidenschaften zu erregen" war sein selbst erklärtes Ziel, "der Musickus sollte sich in alle Affekten setzen können, welche er bei seinen Zuhörern erregen will". So verstummte zwar "das leere Geklingel nicht, wich aber vor seiner magischen Kraft", wie J. K. Fr. Triest in seinen "Bemerkungen über die Ausbildung der Tonkunst in Deutschland im 18. Jahrhundert" feststellte.
Christine Mitlehner
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