Frédéric Chopin
(1810 - 1849)

Sonate für Klavier Nr. 3 h-Moll op. 58


Ein Jahr nach Haydns Tod kam Frédéric Chopin nahe Warschau auf die Welt, um in einem kurzen Leben die Klavierliteratur mit reizvollen Formen wie Nocturnes, Balladen, Walzer, Polonaisen, Mazurken u. a. zu bereichern. Er schrieb auch drei Klaviersonaten, nach einem Jugendwerk op. 4 die bekannten Sonaten b-Moll op. 35 (mit dem Trauermarsch) und h-Moll op. 58, mit denen er die große klassische Form aufnahm, um sie mit seinem poetischen Geist zu erfüllen. 1844 vollendete er die dritte und letzte Klaviersonate in h-Moll, in der er sich erneut mit dem Sonatentyp der Wiener Klassik auseinander setzt, hier im Gegensatz zu seiner vorherigen Sonate in eher nachdenklicher Distanz, verfeinerter Ausführung der Gedanken und gemäßigterer Emotionalität.

Christine Mitlehner
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