Balladen Nr. 1 g-Moll op. 23 / Nr. 2 F-Dur op. 38 / Nr. 3 As-Dur op. 47 / Nr. 4 f-Moll op. 52
Dass Chopin an seiner ersten, 1836 veröffentlichten Klavierballade über einen Zeitraum von vier Jahren feilte, gibt bereits einen ersten Hinweis darauf, welche Sorgfalt der Komponist auf dieses neuartige Projekt verwandte. Gleichzeitig steht jedoch ausser Frage, dass er in seinen Klavierballaden auch Elemente jener Kleinformen, an deren musikalischer Emanzipation ihm besonders gelegen war, integrierte. Das trägt nicht nur zu ihrem spezifisch Chopin'schen Charakter bei, sondern führt auch dazu, dass alle Versuche, die neue Gattung aus der Tradition des Sonatensatzes zu erklären, letztlich wenig überzeugen.
Mark Schulze Steinen
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