Ferruccio Busoni
(1866-1924)

Kleine Suite
für Pianoforte und Violoncell op. 23 (1886)


Brahms kannte und förderte den Deutsch-Italiener Busoni, der als pianistisches Wunderkind von einem Wiener Kritiker als "entzückendste Miniaturausgabe von Liszt, Rubinstein und Brahms" apostrophiert wurde: "Ich will für Busoni das tun, was Schumann für mich tat", soll er einmal gesagt haben. Er machte ihn mit Eduard Hanslick bekannt und empfahl ihn Carl Reinecke, der in Leipzig eine wichtige und einflußreiche Rolle spielte. In dieser Stadt verbrachte der zwanzigjährige Klaviervirtuose eine fruchtbare Zeit, in der er sich aus seiner Familie löste und seinen eigenständigen Weg als Interpret und Komponist begann. Busonis Cello-Suite ist das Jugendwerk eines Neunzehnjährigen, der es dem Solocellisten Alwin Schroeder widmete.

Christine Mitlehner
Zeichen 3132
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