Benjamin Britten
(1913-1976)
Serenade
für Tenor, Horn und Streicher op. 31
Politische und persönliche Gründe
veranlaßten Benjamin Britten und seinen Lebenspartner, den Tenor Peter
Pears, im Frühsommer 1939 nach Amerika zu reisen, um dort eine neue Existenz
zu gründen. Der Krieg und ein durch einen Artikel über den englischen
Dichter George Crabbe ausgelöstes Heimweh nach England bewog beide, 1942
wieder nach Großbritannien zurückzukehren, wo die Hornserenade entstand.
Ein Prolog und ein Epilog des Solohorns in Naturtönen umfassen eine englische
Miniaturanthologie, in der der Lake Wake Dirge (Grabgesang, anonym) und lyrische
Gedichte von Cotton, Tennyson, Blake und Jonson sowie ein Sonnett von Keats
enhalten sind.
Britten schrieb das Werk für Peter Pears und den phänomenalen Hornisten
Dennis Brain, die es mit Walter Goehr und seinem Orchester am 15.Oktober 1943
in der Wigmore Hall in London uraufführten.
Christine Mitlehner
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