Johannes Brahms
(1833-1897)

Walzer op. 39
für Klavier zu vier Händen


Der ernste, schweigsame Brahms, der echte Jünger Schumanns, norddeutsch, protestantisch und unweltlich wie dieser, schreibt Walzer? Ein Wort löst uns das Rätsel, es heißt: Wien. Die Kaiserstadt hat Beethoven zwar nicht zum Tanzen, aber doch zum Tänzeschreiben gebracht, Schumann zu einem Faschingsschwank verleitet, sie hätte vielleicht Bach selber in eine ländlerische Todsünde verstrickt. Auch die Walzer von Brahms sind eine Frucht seines Wiener Aufenthalts, und wahrlich von süßester Art. (Eduard Hanslick)
Das sind sie in der Tat: Hören wir hin, träumen wir (mit Brahms) vom Heurigen, und revidieren wir unser Bild von "Brahms, dem Unsinnlichen"!

Mark Schulze Steinen
Zeichen 1945

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