Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Wie Schumann hatte auch Brahms angesichts des
Giganten Beethoven mit "Symphonieskrupeln" zu kämpfen, die ihn
mehr als zwanzig Jahre daran hinderten, eine eigene Symphonie zu vollenden.
Erst nach den Erfahrungen mit Werken wie dem Deutschen Requiem (1868),
der Altrhapsodie op. 53 (1869), dem Schicksalslied op. 54 (1871),
aber auch der Orchesterfassung der Haydn-Variationen op. 56a (1873),
in denen Brahms eine eigene Orchestersprache entwickelte, ließen ihn 1876
endlich seine 1. Symphonie vollenden. In weniger als zehn Jahren folgten drei
weitere Symphonien: bereits 1877 die 2. Symphonie in D-Dur op. 73, 1883 die
3. Symphonie in F-Dur op. 90 und schließlich 1885 die 4. Symphonie in
e-Moll op. 98.
Ulrich Lenz
Zeichen 11805
Zu diesem Werk ist auch ein Text von Ralf
Pleger lieferbar