Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
Den Sommer des Jahres 1876 verbrachte Brahms in Saßnitz auf Rügen. Hier beschäftigte er sich mit seiner ersten Sinfonie. Scherzhaft schrieb er an den Freund Simrock: An den Wissower Kliniken ist eine schöne Sinfonie hängengeblieben. Die Sinfonien Beethovens müssen Brahms als eine geradezu traumatische Erblast erschienen seine. Der Anspruch, den er an sich selbst stellte, war so groß, daß er es erst als Dreiundvierzigjähriger wagte, mit seiner 1. Sinfonie hervorzutreten. Anklänge an den Freudenhymmnus der Neunten von Beethoven ist oft vermerkt worden. Als sich zu Brahms eine Excellenz über merkwürdige Ähnlichkeiten äußerte, soll er erwidert haben: Jawohl, und noch merkwürdiger ist, daß jeder Esel das gleich hört.
Walter Rösler
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