Johannes Brahms
(1833-1897)

Sextett
für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli G-Dur op. 36


Nach dem Streichsextett op. 18 aus dem Jahre 1860 entstanden vier Jahre später, im September 1864, die ersten drei Sätze zu einem weiteren Sextett, die Brahms Weihnachten an Clara Schumann schickte. Im Mai des darauffolgenden Jahres vollendete der Komponist das Sextett mit dem 4. Satz und bot es nun verschiedenen Verlegern an. An Fritz Simrock, der das erste Sextett bereits verlegt hatte, schrieb er am 6. September 1865: Wären Sie wohl geneigt, ein neues Sextett von mir in ihrem Verlag zu übernehmen? Doch dieser lehnte - wie weitere Verlage, denen Brahms das Sextett anbot - ab.
Die Verlagserlebnisse scheinen auf Brahms einen tiefen negativen Eindruck hinterlassen zu haben, daß er offensichtlich von weiteren Sextett-Kompositionen absah. Schade!

Christine Mitlehner
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