Johannes Brahms
(1833-1897)

Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11
für Orchester


Die 1858 komponierte und erst 1860 veröffentlichte D-Dur-Serenade von Brahms ist der erste Versuch des Komponisten, ein mehrsätziges Orchesterwerk zu schreiben, ohne den direkten Vergleich mit der übermächtigen Figur Beethovens riskieren zu müssen. Denn den hörte der Komponist - darin Schumann ähnlich - wie einen "Riesen hinter sich marschieren." Noch 1862 schrieb Brahms an den befreundeten Geiger Joseph Joachim: "Hinter ‚Sinfonien von J. B' magst Du einstweilen ein ? setzen".
Ursprünglich als Oktett oder Nonett konzipiert, entschloss sich Brahms erst auf den Rat des befreundeten Geigers Joseph Joachims hin, die D-Dur Serenade in eine Orchesterkomposition umzuwandeln. Die Bemerkung, es handele sich dann ja schon um eine Sinfonie, wies Brahms allerdings entschieden zurück: "Ach, Gott, wenn man wagt, nach Beethoven noch Sinfonien zu schreiben, so müssten sie ganz anders aussehen!"

Mark Schulze Steinen
Zeichen 3273

Zu diesem Werk in der Nonett-Fassung von Jorge Rotter ist auch ein Text von Christine Mitlehner lieferbar HOME