Johannes Brahms
(1833-1897)
Streichquartett a-Moll op. 51 Nr.2
Brahms sieht im Streichquartett den Höhepunkt des kammermusikalischen Schaffens
und legt höchste Ansprüche an sich. Die Freunde, namentlich der Geiger
Joseph Joachim, warten ungeduldig auf ein solches Werk. Dieser schreibt bereits
1865 an Brahms: Ist dein Streichquartett
in c-Moll fertig, und würdest Du es uns für den 18. (Januar, an dem
in Hamburg konzertiert werden sollte) uns anvertrauen?
Es war nicht fertig. Und im August 1867 wieder ein Brief in vorwurfsvollem Ton:
Du kamst nicht an den Rhein, hast auch Deine Quartette nicht geschickt, obwohl
wir wieder regelmäßig quartettieren.
Nur Clara Schumann läßt Brahms an seinem
Komponieren teilhaben. Sie schreibt am 10.Juni 1869 in ihr Tagebuch: Johannes
brachte mir dieser Tage zwei wunderschöne Quartettsätze, erster und
letzter Satz, der letzte besonders gut gelungen, höchst geist- und schwungvoll.
Am ersten wünschte ich einiges anders nach meinem Gefühl - vielleicht
ändert er es noch, da es ihm selbst noch nicht ganz recht zu sein schien.
Christine Mitlehner
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