Johannes Brahms
(1833-1897)

Quintett für zwei Violinen, Viola, Violoncello und Klavier f-Moll op. 34

Wie zahlreiche Werke von Johannes Brahms gelangte auch sein Klavierquintett op. 34 erst über mehrere Entwicklungsstufen zu seiner endgültigen Gestalt. Die Ursprünge der Komposition liegen in einem 1861 skizzieren Streichquintett, von dem sich Clara Schumann nach gründlichem Studium der Partitur am Klavier sofort begeistert gezeigt hatte: "Ich weiß nicht recht, wie ich's anfangen soll, Dir mit ruhigen Worten zu sagen, welche Wonne ich an deinem Quintett habe!", schrieb sie am 3. September 1862 an Brahms. "Ich habe es viele Male gespielt, und mir ist das Herz ganz voll davon! Das wird ja immer schöner, herrlicher!" Auch der mit Brahms befreundete Geiger Joseph Joachim äußerte sich nach Erhalt der Noten zwei Monate später enthusiastisch über das Werk: "Es ist, soviel ist mir gleich klar, ein Stück von tiefster Bedeutung, voll männlicher Kraft und schwungvoller Gestaltung." Erst als er das Streichquintett mit anderen Musikern geprobt hatte, meldete er im April des folgenden Jahres zaghaft Kritik an...

Mark Schulze Steinen
Zeichen 4820

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