Johannes Brahms
(1833-1897)

Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello c-Moll op. 60


Als Brahms das Manuskript an seinen Freund Theodor Billroth am 23. Oktober 1874 schickte, schrieb er dazu: "Das Quartett wird bloß als Kuriosum mitgeteilt! Etwa eine Illustration zum letzten Kapitel vom Mann im blauen Frack und gelber Weste" . Da es in Goethes Roman "Werthers Leiden" am Schluß heißt, "er lag gegen das Fenster entkräftet auf dem Rücken, war in völliger Kleidung, gestiefelt im blauen Frack mit gelber Weste", wird in der Sekundärliteratur das Quartett gern als Ausdruck seines Werther-Traumas, seiner jugendlichen Liebe zu Clara Schumann, gesehen.
1855/56 schrieb der 22jährige Brahms ein Quartett cis-Moll, das er zwanzig Jahre später wieder aufgriff und umarbeitete.

Christine Mitlehner
Zeichen 2918

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