Johannes Brahms
(1833-1897)

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83


Ein knappes Vierteljahrhundert liegt zwischen den beiden Klavierkonzerten von Johannes Brahms. Während das in den Jahren 1856/57 fertiggestellte erste seine endgültige Gestalt erst nach langen Vorarbeiten erhielt und auf Werkpläne zu Kompositionen in anderer Besetzung (zwei Klaviere bzw. Orchester) zurückgeht, stellt sich die Entstehungsgeschichte des im Sommer 1881 komponierten zweiten Klavierkonzertes vergleichsweise unproblematisch dar. Das Vorhaben, ein "Clavier-Concert B dur" zu komponieren, fasste Brahms bereits 1878, jenem Jahr, in dem er sich mit den Acht Klavierstücken op. 76 nach über zehnjähriger Pause auch wieder der solistischen Klaviermusik zuwandte. Ausschlaggebend hierfür war seine Beschäftigung mit der Musik von Frédéric Chopin und Robert Schumann im Umfeld der ab 1878 bzw. 1879 erschienenen Werkausgaben beider Komponisten.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 5585

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