Pierre Boulez
(*1925)

Domaines für Soloklarinette (1961)
Domaines (1968)


Bereits zur Entstehungszeit der Troisième sonate pour piano (1955-57/1963) hatte Boulez die Idee, ein zunächst rein solistisch konzipiertes Stück für Flöte - Strophes (1957, unveröffentlicht) - mit einer Orchesterbegleitung zu versehen. Beide Versionen von Domaines (mit und ohne 21 Instrumentalisten) wurden 1968 uraufgeführt.
Ausgehend von den aus der Multiplikationstechnik gewonnenen Klangblöcken variabler Dichte gelangt Boulez zu einer Weiterentwicklung seiner Vorstellung von einer mobilen Form. Sechs kurze Ideen sind, auf einem Blatt verteilt, vom Klarinettisten in einer innerhalb bestimmter Wahlmöglichkeiten von ihm festzulegenden Abfolge zu spielen.

Thomas Bösche
Zeichen 5592

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