Luigi Boccherini
(1743-1805)

Konzert für Violoncello und Orchester G-Dur G 480


Dass der 1742 in Lucca geborene Luigi Boccherini ungefähr 400 Werke geschrieben hat, wird meist ebenso vergessen wie sein nicht geringer Einfluss auf Wolfgang Amadeus Mozart oder die Tatsache, dass Boccherini - unabhängig von Joseph Haydn - massgeblich an der Entwicklung des Streichquartetts beteiligt war. Dass er darüber hinaus einer der ersten Virtuosen auf dem seinerzeit noch recht jungen Violoncello war, ist heute meist nur Interpreten auf diesem Instrument und Musikwissenschaftlern bekannt.
Sein Debüt als Cellist gab Boccherini als Dreizehnjähriger. Nach Studien in Rom und einer ersten Anstellung im Opernorchester seiner Heimatstadt begab er sich ab 1767 auf ausgedehnte Konzertreisen innerhalb Europas. Auch Friedrich Wilhelm II. schätzte Boccherini besonders und ernannte ihn 1787 zum preußischen "Hofcompositeur". Bis 1797 schrieb Boccherini ausschließlich Musik für den Cello spielenden König, durfte seinen Hauptwohnsitz aber in Spanien belassen, wo er 1805 im Alter von 62 Jahren starb.
Das Violoncellokonzert G-Dur G 480 ist das dritte von insgesamt vier Konzerten, die Boccherini 1770 während eines Aufenthaltes in Paris veröffentlichte.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 2793
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