Alban Berg
(1885-1935)

Kammerkonzert für Klavier und Geige mit 13 Bläsern (1924/25)


Der autobiographische Charakter des Kammerkonzerts wird schon in dem sprachlichen und musikalischen Motto deutlich, das der Komponist seinem Werk vorangestellt hat: » Aller guten Dinge. ..« ist dort zu lesen, und die Fortsetzung des Sprichworts und Erläuterung der drei »Dinge« folgt in einer Tonfolge, die als Anagramm zu verstehen ist. Das Klavier spielt ArnolD SCHönBErG, die Geige Anton WEBErn und ein gedämpftes Horn als Stellvertreter der Bläser AlBAn BErG. Darüber hinaus ist das Kammerkonzert einer Dreiheit der Ereignisse, einem dreifachen Jubiläum verpflichtet: dem 50. Geburtstag Schönbergs, dem eigenen 40., an dem er das Werk vollendet hat, sowie der 20jährigen Freundschaft, die ihn, Schönberg und Webern verbindet - hatten doch beide Schüler im Herbst 1904 den ersten Unterricht bei Schönberg erhalten und sich kennengelernt.

Swantje Köhnecke
Zeichen 7010

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