Ludwig van Beethoven
(1770-1827)
Sonate für Violine und Klavier D-Dur op.
12, Nr.1
Sonate für Violine und Klavier A-Dur op. 12, Nr. 2
Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op. 12, Nr. 3
Sonate für Violine und Klavier a-Moll op. 23
Sonate für Violine und Klavier F-Dur op. 24 "Frühlingssonate"
Sonate für Violine und Klavier A-Dur op. 30, Nr. 1
Sonate für Violine und Klavier c-Moll op. 30, Nr. 2
Sonate für Violine und Klavier G-Dur op. 30, Nr. 3
Sonate für Violine und Klavier A-Dur op. 47 "Kreutzersonate"
Sonate für Violine und Klavier G-Dur op. 96
Einzelne Texte zu den 10 Violinsonaten
Als die abendländische Musik sich aus ihren kirchlichen Bindungen löste und in der weltlichen Gesellschaftskunst ein neues Betätigungsfeld fand, eroberte sich die unterhaltende Instrumentalmusik vielfältige Plattformen bei Aristokratie und gehobenem Bürgertum. Die Streichinstrumente, allen voran die Violinen, spielten sich in der Renaissance und im Barockzeitalter nach vorn und überfluteten schließlich die Salons und Säle mit Triosonaten, Solosonaten (vom Cembalo harmonisch stützend begleitet) oder Konzerten. Im Hintergrund aber lauerte ein neues Tasteninstrument, an dem schon eifrig gearbeitet wurde: das Hammerklavier. Es sollte die Violine von ihrem ersten Platz stoßen und bot sich an für eine neue musikalische Gattung: die Sonate. Und als Klavier und Violine in Sonaten zusammengeführt wurden, sah sich das Streichinstrument plötzlich im Nachteil. Es begleitete mit einem etwas dürftigen Part das Klavier, ja, durfte sogar weggelassen werden. Bis Beethoven kam (Mozart wollen wir dabei nicht vergessen) und die Violine in 10 Sonaten zu einem gleichberechtigten Partner des Klaviers machte, wenngleich in den Titeln - anders als heute - es immer noch hieß: Sonate für Klavier und Violine.
Christine Mitlehner