Ludwig van Beethoven
(1770-1827)

Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56
"Tripelkonzert"


... doch auch etwas Neues
Das Konzertant für Violin, Violoncelle und piano-forte mit dem ganzen Orchester

Als im Mai 1808 in einem Wiener Augartenkonzert erstmalig Beethovens heute so genanntes Tripelkonzert öffentlich erklang, konnte man noch nicht wissen, dass dieses Konzert in seinem Œuvre ein Unikat bleiben würde. Das "Konzertant für Violin, Violoncelle und piano-forte mit dem ganzen Orchester" hatte der Komponist dem Leipziger Verleger Breitkopf & Härtel schon in einem Brief vom 26ten August 1804 angeboten und versucht, es ihm als "doch auch etwas Neues" schmackhaft zu machen. Da der Verlag kein Interesse zu haben schien, wurden die Stimmen in Wien 1807 vom Bureau des Arts et d'Industrie herausgegeben. Das Konzert mag in seiner Besetzung an die barocken Gattungen des konzertanten Musizierens erinnern. Vielleicht hat es Beethoven aber auch gereizt, das Ensemble eines Klaviertrios in seinem spezifischen Klang mit einem Orchester zu verbinden. Bemerkenswerterweise sind es gerade Klaviertrios, die als Opus 1 Beethovens Werkkatalog eröffnen und die als absolute Meisterwerke einer damals jungen Gattung in die Geschichte eingingen.

Christine Mitlehner
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