Ludwig van Beethoven
(1770-1828)

Sonate G-Dur op. 96
für Violine und Klavier


Am 29. Dezember 1812 erklang im Palais Lobkowitz in Wien die letzte von zehn Violinsonaten Ludwig van Beethovens. Es spielten der Geiger Pierre Rode, am Klavier begleitet vom Erzherzog Rudolph von Österreich. Als Beethoven sich dem Genre der Violinsonate zuwandte (in den Jahren 1797-1803), hatte er u.a. die drei Klaviertrios op. 1, Cello- und Klaviersonaten sowie drei Klavierkonzerte geschrieben. Die G-Dur-Sonate entstand zur Zeit der 7. und 8. Sinfonie. Sie wird manchmal von Geigern als "undankbar" betrachtet, die lieber die "Frühlings-" oder "Kreutzer-Sonate" spielen. Die häufig vorkommenden Tonarten G-Dur und Es-Dur veranlassten Wilhelm von Lenz im 19. Jahrhundert zu der Bemerkung: "Harmonisch gäbe man diesem lebensfrischen op. 96 den Namen: die Liebe von G-Dur zu Es-Dur".

Christine Mitlehner
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