Ludwig van Beethoven
(1770-1827)

Sinfonie Nr. 9 d-moll, op. 125


Nicht nur das Chorfinale, sondern auch die ungeheuren Dimensionen der ersten drei Sätze zeugen von einem monumentalen Werk, das zu seiner Zeit einzigartig war. Die Nachwelt hat die Sonderstellung des Werkes und des Komponisten anerkannt. Mit dem Tod Beethovens fand der Begriff des "Denkmals" Eingang in die Sprache des Musikfeuilletons. Erstmals wurde das Gesamtwerk eines Komponisten als epochenübergreifend bewahrenswert anerkannt.
Die Themen Freundschaft, Liebe und Brüderlichkeit, also die Stellung des Menschen in seinem sozialen Umfeld, werden von Beethoven in seiner 9. Sinfonie wieder aufgegriffen. Sie haben ihn zeit seines Lebens beeinflußt, das ist an zahlreichen Werken ablesbar. So nimmt z.B. die Zeile "wer ein holdes Weib errungen" aus dem Sinfonie-Finale direkt Bezug auf den Schlußchor der Oper Leonore ("Wer ein holdes Weib errungen, stimm' in unsern Jubel ein").

Tilman Schlömp
Zeichen 16027

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