Septett Es-Dur op. 20
für Violine, Viola, Klarinette, Horn, Fagott, Violoncello, Kontrabass
Ludwig van Beethoven fand in Wien seine künstlerische
Heimat: er reiste im Alter von 21 Jahren Anfang November 1792 mit einem Begleitschreiben
seines Gönners und Förderers Graf Waldstein von Bonn in die österreichische
Metropole. Hier errang er in den Wiener musikalischen Kreisen zu seinen Lebzeiten
hohe Anerkennung und war als künstlerische Autorität gesellschaftlich
integriert - und das, obwohl der Junggeselle Beethoven für "feindselig,
störrisch und misanthropisch" gehalten wurde. Sein Septett wurde zunächst
am 20. Dezember 1799 in einem Konzert Ignaz Schuppanzighs im kleinen Saal des
Hoftraiteurs Ignaz Jahn aufgeführt (nach dem Bericht der Neuen Beethoven-Gesamtausgabe),
dann in Beethovens "großer musikalischer Akademie" am 2. April
1800 im k. k. Hoftheater nächst der Burg.
In dem frühen Werk des Bläserseptetts experimentierte der noch junge
Komponiste auf eine sehr besondere und einmalige Weise mit der Gattung des Divertimentos.
Christine Mitlehner
Zeichen 2879