Ludwig van Beethoven
(1770-1827)

Streichquartett a-Moll op. 132


"Das Gegeneinander von Konfessionskampf, absolutistischem Staat, ständisch-bürgerlichem Gemeinwesen, die Rivalität der europäischen Staaten, die Nicht-Einheit der herrschenden Gewalten ermöglichten die Entstehung der Aufklärung" (Thomas Nipperdey). Rationalisierung, Säkularisierung und Individualisierung führten in die bürgerliche öffentliche Musikkultur mit ihren Konzerten, Opern, den Musikverlagen und der Presse. Die Generalbaßpraxis wurde aufgegeben, die einzelnen Stimmen emanzipierten sich, solistisches Musizieren und aufkommendes Virtuosentum gingen Hand in Hand mit einem Wandel der musikalischen Formen, der Satzbilder und ihren Besetzungen.
Die Vollkommenheit der Vierstimmigkeit findet zwar schon bei Zarlino ihre Begründung in der Harmonie der "vier Elemente" und wendet sich gegen die religiöse Doktrin der Drei(einigkeit)stimmigkeit.
Doch erst das Streichquartett exemplifiziert die Würde der Vierstimmigkeit.
Mit den Meistern der Wiener Klassik, Haydn, Mozart und Beethoven hat sich das Streichquartett als Gattung, als künstlerische Ausdruckswelt und als Bereich vielfältiger kompositorischer Möglichkeiten etabliert. Die letzten Quartette Ludwig van Beethovens gelten als der schöpferische Höhepunkt der Kammermusik schlechthin

Christine Mitlehner
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Zu diesem Werk ist auch ein Text von Mark Schulze Steinen lieferbar
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