Ludwig van Beethoven
(1770-1827)

Sonate A-Dur op. 69
für Klavier und Violoncello


1796 brach Beethoven zu einer Konzertreise auf, die ihn über Prag nach Berlin führte. Dort beherrschte die Singakademie als eine bedeutende bürgerliche Institution das musikalische Parkett, auf dem Beethoven als Klavier-Improvisator auftrat. Auch der musikliebende preußische König Friedrich Wilhelm II., ein passionierter Cellospieler, wollte sich die persönliche Bekanntschaft mit dem Komponisten nicht entgehen lassen. Er lud ihn zu sich, und ihm ist es offenbar zu verdanken, dass sich Beethoven erstmalig der Komposition von Cellosonaten zuwandte. Ihm widmete der Komponist seine Opera 5, Nr. 1 und 2, Werke, die er gleich vor Ort mit dem Cellisten und Lehrer des Königs, Jean-Pierre Duport, vortrug.
12 Jahre nach den Sonaten op. 5 wandte sich Beethoven erneut dieser Gattung zu und schrieb im Winter 1807/08 in Heiligenstadt die Sonate op. 69 gleichzeitig mit der 5. Sinfonie. Als er sie im Juni 1808 abschloss, arbeitete er bereits an seiner "Pastorale"...

Christine Mitlehner
Zeichen 4201

Informationen zu musiktext.de