Sonate A-Dur op. 69
für Klavier und Violoncello
1796 brach Beethoven zu einer Konzertreise auf, die ihn
über Prag nach Berlin führte. Dort beherrschte die Singakademie als
eine bedeutende bürgerliche Institution das musikalische Parkett, auf dem
Beethoven als Klavier-Improvisator auftrat. Auch der musikliebende preußische
König Friedrich Wilhelm II., ein passionierter Cellospieler, wollte sich
die persönliche Bekanntschaft mit dem Komponisten nicht entgehen lassen.
Er lud ihn zu sich, und ihm ist es offenbar zu verdanken, dass sich Beethoven
erstmalig der Komposition von Cellosonaten zuwandte. Ihm widmete der Komponist
seine Opera 5, Nr. 1 und 2, Werke, die er gleich vor Ort mit dem Cellisten und
Lehrer des Königs, Jean-Pierre Duport, vortrug.
12 Jahre nach den Sonaten op. 5 wandte sich Beethoven erneut dieser Gattung
zu und schrieb im Winter 1807/08 in Heiligenstadt die Sonate op. 69 gleichzeitig
mit der 5. Sinfonie. Als er sie im Juni 1808 abschloss, arbeitete er bereits
an seiner "Pastorale"...
Christine Mitlehner
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