Ludwig van Beethoven
(1770-1827)

Streichquartett F-Dur op. 59, Nr. 1


Zwischen Beethovens frühen Quartetten op. 18 und den Rasumowsky-Quartetten op. 59 liegt eine weitreichende Entwicklung im Schaffen Beethovens. Der Komponist gelangte auch in der Gattung des Streichquartetts zu neuen kompositorischen Lösungen. Zwar haben sich etliche Zeitgenossen über diese Quartette aufgeregt, sie "Flickwerk eines Wahnsinnigen" genannt und das Geld bedauert, das dafür ausgegeben wurde. Doch Beethovens Förderer und Verehrer ließen sich nicht irre machen, hatten sie doch erkannt, dass hier eine Persönlichkeit wirkte, die die junge Gattung des Streichquartetts zu dem profiliertesten und kantabelsten Träger musikalischer Ideen führte.
Die drei Quartette unter der Opus-Zahl 59 hatte Ludwig van Beethoven zwischen April/Mai bis November 1806 komponiert und dem musikliebenden russischen Gesandten und späteren Botschafter des Zaren in Wien, Graf Andreas Kyrillowitsch Rasumowsky, gewidmet.

Christine Mitlehner
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