Streichquartett F-Dur op. 59, Nr. 1
Zwischen Beethovens frühen Quartetten op. 18 und
den Rasumowsky-Quartetten op. 59 liegt eine weitreichende Entwicklung im Schaffen
Beethovens. Der Komponist gelangte auch in der Gattung des Streichquartetts
zu neuen kompositorischen Lösungen. Zwar haben sich etliche Zeitgenossen
über diese Quartette aufgeregt, sie "Flickwerk eines Wahnsinnigen"
genannt und das Geld bedauert, das dafür ausgegeben wurde. Doch Beethovens
Förderer und Verehrer ließen sich nicht irre machen, hatten sie doch
erkannt, dass hier eine Persönlichkeit wirkte, die die junge Gattung des
Streichquartetts zu dem profiliertesten und kantabelsten Träger musikalischer
Ideen führte.
Die drei Quartette unter der Opus-Zahl 59 hatte Ludwig van Beethoven zwischen
April/Mai bis November 1806 komponiert und dem musikliebenden russischen Gesandten
und späteren Botschafter des Zaren in Wien, Graf Andreas Kyrillowitsch
Rasumowsky, gewidmet.
Christine Mitlehner
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