Ludwig van Beethoven
(1770 - 1827)

Klaviertrio c-Moll op. 1 Nr. 3


Das c-moll-Trio wird gemeinhin als das bemerkenswerteste von op. 1 angesehen. Der Moll-Charakter und der leidenschaftlichere Ausdruck seiner Musik vermitteln eben dem Menschen eine Ahnung von tieferer Bedeutung, die er den leichteren und humorvollen Schichten der Kunst nicht so ohne weiteres zubilligt. Beethovens spätere Bearbeitung (1817) des Trios für Streichquintett unterstreicht die Legitimität dieser Hochschätzung.
Wie sich später herausstellen wird, spielt die Tonart c-moll in Beethovens Oeuvre eine signifikante Rolle (man denke an das 3. Klavierkonzert, die 5. Sinfonie, die Klaviersonate "Pathétique" und andere Werke). Beethovens Kompositionen in dieser Tonart haben ein besonderes emotionales Potential, welches von den Zeitgenossen als "mächtig", "gewaltig" und "ergreifend" aufgefasst wurde. Eine zweite Besonderheit des Trios, die auf Beethovens spätere Arbeit hinweist, ist die thematische Vereinheitlichung aller vier Sätze.Gleichzeitig sind Bezüge zu den vorangehenden Trios zu erkennen, die dem op. 1 insgesamt das Gepräge eines Werkganzen geben.

Christine Mitlehner
Zeichen 4212


Lieferbar ist auch ein allgemeiner Text über die Entwicklung des Klaviertrios bis zu Beethoven (Zeichen 5745)
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