Sonate C-Dur op. 102 Nr. 1
für Klavier und Violoncello
1815 entstehen die beiden letzten Cellosonaten op. 102
in C-Dur und G-Dur, beide der Gräfin Marie Erdödy gewidmet.
Die fünf Cellosonaten Beethovens ermöglichen ein hervorragendes Hineinhören
in die Tonwelt eines Musikers, der in einem wahrhaft innovativen Zeitalter alle
Optionen instrumentaler, kompositionstechnischer und stilistischer Art auslotete.
Beethoven nutzte bejahend und kreativ die rasanten Entwicklungen des Hammerklaviers
und emanzipierte das einst lediglich begleitende (basso continuo) Violoncello
zu einem solistischen Streichinstrument. Derart vorwärts denkend schuf
er für beide Instrumente Duo-Werke, die sowohl seine gerühmten Variations-Künste
als auch erste Beispiele der neuen Sonaten-Gattung in dieser Besetzung sowie
ihre Aufbrechung in die "freye Sonate" demonstrieren.
Christine Mitlehner
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