Trio B-Dur WoO 39
für Klavier, Violine und Violoncello
Ein Gelegenheitswerk ist das einsätzige Trio B-Dur
WoO 39:
Beethoven komponierte es 1812 für die 10-jährige Tochter Maximiliane
des befreundeten Ehepaares Franz und Antoine Brentano (Franz war ein Bruder
der ab 1811 mit Achim von Arnim verheirateten, schriftstellerisch tätigen
und politisch engagierten Bettina von Brentano, seine Frau Antoine entstammte
einer wohlhabenden und künstlerisch vielseitig interessierten Familie).
Dass der Komponist den knapp sechsminütigen Triosatz als "Aufmunterung
im Klavierspielen" verstand, erklärt nicht nur die in der Tradition
der Klaviersonate mit obligater Begleitung stehende Dominanz des Klaviersatzes,
sondern auch die minuziösen, von Beethoven eigenhändig in die Klavierstimme
eingetragenen Fingersätze.
Obwohl die technischen Anforderungen des Trios ganz auf die pianistischen Fähigkeiten
der jungen Maximiliane von Brentano zugeschnitten sind, geht von ihm ein für
Beethoven geradezu ungewöhnlicher melodischer Zauber aus.
Mark Schulze Steinen
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