Ludwig van Beethoven
(1770-1827)

Trio B-Dur WoO 39
für Klavier, Violine und Violoncello


Ein Gelegenheitswerk ist das einsätzige Trio B-Dur WoO 39:
Beethoven komponierte es 1812 für die 10-jährige Tochter Maximiliane des befreundeten Ehepaares Franz und Antoine Brentano (Franz war ein Bruder der ab 1811 mit Achim von Arnim verheirateten, schriftstellerisch tätigen und politisch engagierten Bettina von Brentano, seine Frau Antoine entstammte einer wohlhabenden und künstlerisch vielseitig interessierten Familie). Dass der Komponist den knapp sechsminütigen Triosatz als "Aufmunterung im Klavierspielen" verstand, erklärt nicht nur die in der Tradition der Klaviersonate mit obligater Begleitung stehende Dominanz des Klaviersatzes, sondern auch die minuziösen, von Beethoven eigenhändig in die Klavierstimme eingetragenen Fingersätze.
Obwohl die technischen Anforderungen des Trios ganz auf die pianistischen Fähigkeiten der jungen Maximiliane von Brentano zugeschnitten sind, geht von ihm ein für Beethoven geradezu ungewöhnlicher melodischer Zauber aus.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 2564
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