Ludwig van Beethoven
(1770-1827)

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19


Das B-Dur Konzert op. 19 skizzierte Beethoven bereits in Bonn zwischen 1786-1792, nach mehreren Überarbeitungen vollendete er die Komposition Ende 1798 in Wien. Für den Druck 1801 revidierte er nochmals den Solopart.
Das B-Dur-Konzert gilt zwar als Beethovens 2. Klavierkonzert, entstehungsgeschichtlich ist es jedoch sein 1. Klavierkonzert. Die etwas verwirrende Zählung hängt mit der Aufführungsgeschichte des Konzerts und seiner Veröffentlichung durch den Verlag zusammen. Beethoven hatte 1795 auch ein C-Dur-Konzert geschrieben, das er wahrscheinlich erstmals in einer Akademie der Tonkünstler-Societät im Hofburgtheater am 29. März 1795 spielte. In den 1790er Jahren konzertierte er in Wien, Prag, Berlin und Preßburg häufige Male mit einem Klavierkonzert - mit welchem seiner beiden Erstlinge ist nicht nachweisbar. Die absolut gesicherte Erstaufführung des B-Dur-Konzerts ist für den Oktober 1798 belegt: Beethoven begab sich auf eine erneute Konzertreise nach Prag und führte die 3. Fassung von op. 19 mit sich. In Prag schrieb er eine vierte, definitive Version und führte diese schließlich auf.
Die Instrumentalstimmen erschienen im Dezember 1801 in dem Leipziger "Bureau de Musique" des Kapellmeisters Franz Anton Hoffmeister (1754-1812) und Kantors Ambrosius Kühnel (1770-1813), deren Erben den Verlag am 1 .4. 1814 an den Leipziger Buchhändler C. F. Peters (1779-1827) verkauften.

Die Orchesterbesetzung besteht aus 1 Flöte, 2 Oboen, 2 Fagotten, 2 Hörnern und Streichern.

Christine Mitlehner
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