Ludwig van Beethoven
(1770-1827)
Trio B-Dur op.11 für Klarinette, Violoncello
und Klavier
Gassenhauer-Trio
Mozarts "demokratische" Vorgabe dreier gleichberechtigt miteinander konzertierender Partner, sein "Kegelstatt-Trio", wird zwölf Jahre später von dem 27jährigen Ludwig van Beethoven aufgegriffen. Auch er fühlte sich herausgefordert, ein Tasteninstrument, ein Streich- und ein Blasinstrument in einem Trio zu verbinden, und auch er schrieb später - aus den gleichen pragmatischen Gründen wie Mozarts Verleger - die Klarinettenstimme in eine Violinstimme um. "Gassenhauer-Trio" wird dieses frühe Werk allgemein genannt, nur nicht von Beethoven selbst. Angeblich soll er gar nicht gewußt haben, daß das Thema des Schlußsatzes eine zum Gassenhauer gewordene Melodie aus der komischen Oper "L'amor marinaro", zu deutsch "Der Corsar oder Die Liebe unter den Seeleuten" von Joseph Weigl war. Das ist unwahrscheinlich, denn sie erfreute sich in Wien großer Beliebtheit. Gerade diese Melodie des Terzetts "Pria ch'io l'impegno" wurde von etlichen komponierenden Zeitgenossen für Klaviervariationen verwandt.
Christine Mitlehner
Zeichen 3100
Zu diesem Werk sind auch Texte von Ralf
Pleger und Carsten Niemann
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