Béla Bartók
(1881-1945)
Sonate für Violine solo Sz 117 (1944)
Béla Bartóks Sonate für Violine solo
aus dem Jahr 1944 entstand auf Anregung des Geigers Yehudi Menuhin. Dieser hatte
ihn ein Jahr zuvor bei einer ersten Begegnung nach einem Konzert in New York
um eine Komposition für sein Instrument gebeten. Bartók kam diesem
Wunsch gerne nach, zumal ihn Menuhins Geigenspiel nachhaltig beeindruckt hatte:
Neben einer "hervorragenden" Auf-führung seiner eigenen 1. Sonate
für Violine und Klavier Sz 75 war es vor allem Menuhins Wiedergabe von
Johann Sebastian Bachs Sonate für Violine solo BWV 1005 "in ausgezeichnetem
klassischem Stil", die Bartók in Erinnerung blieb.
Das Konzerterlebnis hat sich unmissverständlich in Bartóks Sonate
für Violine solo - das letzte vollendete Werk des Komponisten - eingeschrieben:
Mit ihrer Viersätzigkeit und einer Fuge an zweiter Stelle folgt die Komposition
dem Beispiel der insgesamt drei Solosonaten, die Bach für die Geige geschrieben
hat.
Mark Schulze Steinen
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