Béla Bartók
(1881-1945)
Konzert für Orchester (1943) Sz 116
Zweimal hielt sich Béla Bartók
in den USA auf: das erste Mal von Dezember 1927 bis März 1928, wo er auf
einer Tournee in vielen Städten Soloabende gab und in Konzerten auftrat;
das zweite Mal von Ende Oktober 1940 bis zu seinem Tod am 26. September 1945.
Bei seinem ersten Besuch erwarteten die Amerikaner einen "ungarischen Modernisten",
der "auf Los Angeles vorrückt", mußten sich aber mit einem
Mann von "Bescheidenheit und Unauffälligkeit" abfinden, weshalb
diese Reise ziemlich unspektakulär verlief.
Sein zweiter und letzter Aufenthalt wurde durch die politische Lage erzwungen.
"Weg aus der Nachbarschaft dieses verpesteten Landes" wollte
er; die Angst, daß Ungarn eine deutsche Kolonie werden könnte, trieb
ihn, der an seiner Heimat hing, zu dem "Sprung ins Ungewisse aus dem
gewußten Unerträglichen".
Christine Mitlehner
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