Kontraste Sz 111 (1938)
Die Komposition entstand auf Anregung des ungarischen
Geigers Joszef Szigeti und des amerikanischen Klarinettisten Benny Goodman,
die zusammen eine Schallplattenaufnahme mit Jazz- und klassischer Musik planten
und den Komponisten baten, für diesen Zweck ein "Klarinette-Violin-Duo
mit Klavierbegleitung" zu schreiben.
Die Kombination dieser beiden aussergewöhnlichen Instrumentalisten muss
Bartók nach anfänglichem Zweifel dann doch gereizt haben, und das
ständige Spiel mit solistischen, dann wieder kammermusikalischen Passagen
ist auch als Referenz an die beiden so unterschiedlichen Virtuosen zu verstehen.
Insbesondere vor Goodman und dem improvisatorischen Gestus der Jazz-Musik verneigt
sich Bartók mit einer grossen Kadenz am Ende des ersten Satzes.
Mark Schulze Steinen
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