Béla Bartók
(1881-1945)

Kontraste Sz 111 (1938)


Die Komposition entstand auf Anregung des ungarischen Geigers Joszef Szigeti und des amerikanischen Klarinettisten Benny Goodman, die zusammen eine Schallplattenaufnahme mit Jazz- und klassischer Musik planten und den Komponisten baten, für diesen Zweck ein "Klarinette-Violin-Duo mit Klavierbegleitung" zu schreiben.
Die Kombination dieser beiden aussergewöhnlichen Instrumentalisten muss Bartók nach anfänglichem Zweifel dann doch gereizt haben, und das ständige Spiel mit solistischen, dann wieder kammermusikalischen Passagen ist auch als Referenz an die beiden so unterschiedlichen Virtuosen zu verstehen. Insbesondere vor Goodman und dem improvisatorischen Gestus der Jazz-Musik verneigt sich Bartók mit einer grossen Kadenz am Ende des ersten Satzes.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 2587

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