Sonate g-Moll BWV 1029
für Viola da gamba und Cembalo
in einer Transkription für Violoncello und Klavier
von Julius Klengel
In seinem Vortrag "Der Weg zur Komposition
in zwölf Tönen" von 1932 schreibt Webern angesichts der "Kunst
der Fuge" über Bach: ...es ist die abstrakteste Musik, die wir
kennen. (Wir sind vielleicht alle auf dem Wege, so abstrakt zu schreiben.) Trotzdem
die Tonalität hier noch vorhanden ist, sind hier Dinge zu finden, die auf
das zugehen, was das Wichtigste in der Komposition in zwölf Tönen
ist: nämlich auf den Ersatz der Tonalität.
Das ist in Bachs Gambensonate g-Moll zwar nicht zu entdecken, doch die karge
dreistimmige Linearität des 2. Satzes, eines Adagios, vermag - auf eine
andere Art - eine Ahnung jener Abstraktion zu vermitteln, die der Hörer
leisten muß, um den sinnlich erfahrenen Klang in ein geistiges Hören
zu verwandeln.
Bach schrieb diese Sonate um 1720 in Köthen.
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