Johann Sebastian Bach
(1685-1750)

Sonate g-Moll BWV 1029
für Viola da gamba und Cembalo
in einer Transkription für Violoncello und Klavier
von Julius Klengel


In seinem Vortrag "Der Weg zur Komposition in zwölf Tönen" von 1932 schreibt Webern angesichts der "Kunst der Fuge" über Bach: ...es ist die abstrakteste Musik, die wir kennen. (Wir sind vielleicht alle auf dem Wege, so abstrakt zu schreiben.) Trotzdem die Tonalität hier noch vorhanden ist, sind hier Dinge zu finden, die auf das zugehen, was das Wichtigste in der Komposition in zwölf Tönen ist: nämlich auf den Ersatz der Tonalität.
Das ist in Bachs Gambensonate g-Moll zwar nicht zu entdecken, doch die karge dreistimmige Linearität des 2. Satzes, eines Adagios, vermag - auf eine andere Art - eine Ahnung jener Abstraktion zu vermitteln, die der Hörer leisten muß, um den sinnlich erfahrenen Klang in ein geistiges Hören zu verwandeln.
Bach schrieb diese Sonate um 1720 in Köthen.

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