Johann Sebastian Bach
(1685-1750)

Kunst der Fuge BWV 1080

für vier Instrumental-Ensembles bearbeitet von Heribert Breuer


Bachs Interesse an den Lehren von Fux und den Kompositionen Palestrinas sowie anderer Vertreter des "strengen Stils", die er zu sammeln begann und/oder abschrieb, stand in engem Zusammenhang mit der Gründung der Correspondierenden Societet der musikalischen Wissenschaften 1738 durch seinen Schüler Lorenz Christoph Mizler. Mizler hatte 1734 über die Musik als "Wissenschaft" und damit als "Teil der philosophischen Gelehrsamkeit" promoviert. Er wollte "die Musik völlig in die Gestalt einer Wissenschaft bringen, die Historie derselben untersuchen und in Ordnung setzen". Mit der Correspondierenden Societet schuf er die erste deutsche musikwissenschaftliche Vereinigung im modernen Sinne (Peter Schleuning), deren Mitglieder verpflichtet wurden, theoretische und praktische Arbeiten regelmäßig einzusenden, die Mizler wiederum allen "postfrey" zukommen ließ, um schließlich den interessantesten in "Theorie und Praxi" mit je einem Preis zu bedenken. Bach trat 1747 der Gesellschaft bei. Seine Pflichtbeiträge waren 1747 die Canonischen Veränderungen über das Weihnachtslied "Vom Himmel hoch" für Orgel, 1748 das Musikalische Opfer, und für 1749 hatte er die Kunst der Fuge vorgesehen.

Christine Mitlehner
Heribert Breuer "Der überzeitliche Charakter der "Kunst der Fuge"
Zeichen 6012

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